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Skandalland Österreich . . . (k)ein Schurkenstaat ?

Quelle: Wikipedia

Heinrich Gross - sozialistischer Massenmörder, Gerichtsgutachter und ein Freund sowjetischer Psychiatriemethoden

Gross trat bereits 1932 der Hitlerjugend bei, 1933 auch der SA. Dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich ließ Gross seinen Beitritt zur NSDAP folgen. Nach Abschluss seines Medizinstudiums trat er Anfang 1940 seinen Dienst als Anstaltsarzt in der Pflegeanstalt Ybbs an und wechselte im November an das Krankenhaus am Wiener Spiegelgrund. Dort hatte er sich an der Ermordung von behinderten Kindern beteiligt.

Erstes Gerichtsverfahren und Aufstieg in Nachkriegsösterreich

Bereits 1950 wurde ein erstes Gerichtsverfahren gegen Gross angestrengt. Vorgeworfen wurde ihm die Beteiligung am Totschlag eines Kindes, wofür er zu zwei Jahren Haft verurteilt wurde. 1951 wurde das Urteil jedoch vom Obergericht aufgehoben und in Folge das Verfahren beim OGH "subladisiert". Gross konnte erneut in den Dienst der Stadt Wien treten und arbeitete in der Folge in der Nervenheilanstalt Rosenhügel 1953 trat er der SPÖ bei und kehrte 1955 an den Spiegelgrund (heute Baumgartner Höhe) zurück.

Es folgte eine steile Karriere, für seine Forschungen an den teilweise aus der NS-Zeit stammenden Kinderhirnen wurde Gross sogar mit dem Theodor-Körner-Preis ausgezeichnet und erhielt das Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse, das ihm nach einem Beschluss des Ministerrates vom 25. März 2003 wieder aberkannt wurde.

Zweites Gerichtsverfahren

Erst der Wiener Unfallchirurg Werner Vogt  heute Pflege-ombudsmann, rief der Öffentlichkeit den Fall wieder in Erinnerung. Er beschuldigte Gross 1979 der Beteiligung an der Kinder-„Euthanasie“

Wegen dieser Vorwürfe wurde gegen Vogt ein strafrechtliches Gerichtsverfahren wegen Verleumdung eingeleitet, in dem er aber freigesprochen wurde, da er den Wahrheitsbeweis für seine Anschuldi-gungen erbringen konnte. Die Anschuldigungen, dass Gross (zumindest) an neun Morden beteiligt war, wurden dadurch gerichtlich bestätigt.Die Eröffnung eines neuerlichen Gerichtsverfahrens verzögerte sich jedoch. 1981 konnte Gross unbescholten seinen Ruhestand als Arzt des psychiatri-schen Krankenhauses antreten.

Aus der SPÖ wurde Gross erst 1981 ausgeschlossen; die SPÖ konnte - obwohl bis dahin ununter-brochen in der Regierung - die "unabhängige Gerichtsbarkeit" bis 1997 nicht daran hindern Gross trotz seiner erwiesenen Verwicklung in schwerste Verbrechen zum hochbezahlten und meistbestellten Gerichtsgutachter der zweiten Republik zu machen.

Erst im März 2000 wurde das Verfahren eingeleitet, die Verhandlung jedoch bereits nach 30 Minuten wegen der per Gutachten (Prof. Haller / Frastanz) festgestellten fortschreitenden Hirndemenz vertagt und nie wieder aufgenommen.

Prof. Stastny, Einstein College of New York, stellte zum Gutachten fest: Unerklärlich sind die Umstände, unter denen das psychiatrische Gutachten gemacht wurde und warum es vom Gericht als schlüssig akzeptiert wurde. Aus den Befunden (CT) werden Schlüsse gezogen, die daraus nicht ableitbar sind. Die Diagnose der Demenz und einer ausgeprägten Depression wird auf die CTs gestützt. Der zweite von Dr. Haller angewandte Test der zerebralen Insuffizienz ist überhaupt nicht mehr gängig,dieses Konzept wird heute weder klinisch noch wissenschaftlich verwendet.

Zweifel über diese Beurteilungen kamen auch in der Öffentlichkeit rasch auf, nachdem Gross im Anschluss an das Verfahren in einem Kaffeehaus Interviews gab und über den Zweiten Weltkrieg erzählte. 2005 aufgetauchte Dokumente aus russischen Archiven belasteten Gross in der Folge noch schwerer, da der Arzt Erwin Jekelius, ein mutmaßlicher Hauptverantwortlicher für das NS-Euthanasie-programm in Österreich, seinen Gehilfen Heinrich Gross schwer belastete. Jekelius soll tausende behinderte Menschen in die Gaskammern der NS-Tötungsanstalt Hartheim deportieren lassen und die Ermordung behinderter Kinder am Spiegelgrund angeordnet haben, die Gross ausgeführt hätte.

Belastende Dokumente aus Moskau führten 2005 zu Anzeige wegen Tötungsdelikten

Am 8. August 2005 erstatteten der Deutsche Dokumentarfilmautor Thomas Staehler und der Historiker Florian M. Beierl bei Staatsanwalt Dr. Michael Klackl am Wiener Landesgericht Strafanzeige gegen Heinrich Gross "im Falle von mutmaßlichen Tötungsdelikten im Jahr 1941".

Dabei übergaben Sie Dokumente der russischen Militärstaatsanwaltschaft aus den Jahren 1945-1948, in denen der Vorgesetzte von Heinrich Gross, Dr. Erwin Jekelius, seine Verantwortung für den Mord an tausenden behinderter Menschen am Wiener "Steinhof" eingestand und u. a. im Detail schilderte, auf welche Weise Dr. Gross auf seine Anordnung hin auch die Kinder im Spiegelgrund tötete.

Stähler und Beierl waren ursprünglich Hinweisen über das Schicksal des Euthanasie-Arztes Jekelius gefolgt und hatten diese Unterlagen nur mit Hilfe eines juristischen Tricks erlangt, in dem sie einen Rehabilitationsantrag für den zu diesem Zeitpunkt kaum bekannten Kriegsverbrecher Jekelius stellten. In Moskau mussten die Behörden daraufhin die Akte Jekelius ausheben und begutachten.

Im Januar 2005 lehnte Oberst A.A. Stukalov seitens der Rehabilitationsverwaltung der Hauptmilitär-staatsanwaltschaft die Rehabilitation naturgemäß ab, nachdem der Behörde schnell klar geworden war, was Jekelius zu verantworten hatte. Zur juristischen Begründung wurden nun Teile der Strafakte und Verhörprotokolle aus dem Jahr 1948 in Kopie übersandt, in welchen sich im Detail auch die Tötungsdelikte von Heinrich Gross fanden. Neben der Staatsanwaltschaft überreichten Staehler und Beierl auch dem DOEW eine Kopie des brisanten Materials. Die Staatsanwaltschaft wurde nicht mehr aktiv.

Auszüge der Dokumente lasen die Forscher bei einer Pressekonferenz in der Gedenkstätte "Am Spiegelgrund" am 8. August 2005 vor:

Man stellte Listen über die betreffenden Kinder zusammen und schickte sie mir zur unmittelbaren Ausführung. Ich wiederum habe diese Listen an Dr. Gross übergeben, der dann die Tötung der Kinder mittels Verabreichung von Luminal vornahm. […] Die Methodik zur Tötung von Kindern durch die Ver-abreichung von Luminal war vom Direktor der „Herden“-Klinik für Geisteskranke in der Provinz Brandenburg, Heinze, erarbeitet worden.

Vor seiner Ankunft in Wien hatte mein Gehilfe Dr. GROSS einen praktischen Lehrgang zur Tötung von Kindern bei dem genannten HEINZE absolviert.[…] Dr. Gross arbeitete in der Klinik unter meiner Leitung.

Die Tötung der Kinder nahm er auf Grundlage seiner Erfahrungen und Instruktionen vor. […]

In der Praxis unserer Arbeit hat es bei der Vergiftung kranker Kinder 2-3 Fälle gegeben, in denen die eingesetzte Dosis Luminal nicht ausreichend war und nicht den Tod des Kindes hervorrief. Nach einem langen Schlaf erwachten diese Kinder wieder und blieben am Leben. In diesen Fällen injizierte Dr. Gross zur Erreichung des Ziels in Absprache mit mir diesen Kindern eine kombinierte Dosis Morphium, Dial und Skupolamium, was nach 2-3 Stunden zum Tode führte. […]

Die Tötung kranker Kinder wurde von uns unter strengster Geheimhaltung vorgenommen. Daher wussten die Eltern darüber gar nichts. Nach der Vergiftung eines Kindes durch Dr. Gross wurde den Eltern mitgeteilt, dass ihr Kind an dieser oder jener Krankheit gestorben sei, die er sich selbst aus-dachte. Diese Mitteilungen habe ich als Klinikdirektor selbst unterschrieben.Was die Maßnahmen zur Tötung kranker Kinder betraf, so wurden diese systematisch während der gesamten Zeit meiner Tätigkeit als Klinikdirektor, im Verlauf eines Jahres also, durchgeführt. Monatlich töteten wir zwischen 6 und 10 Kindern.


 


 


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