Wissenschaftliche Sensation im Strafverfahren gegen Mag. Herwig Baumgartner - Verhandlung am 29.August 2018

 

Bemerkenswertes vom zweiten Verhandlungstag (29.August 2018)  in der Strafsache gegen Mag. Herwig Baumgartner:

  • Vom Angeklagten wurden neuerlich Ablehnungsanträge bezüglich der Schöffinnen und dem Senatsvorsitzenden Dr. Bauer gestellt und auch ausführlich begründet.
  • Die Verhandlung fand nicht wie am ersten Verhandlungstag im großen Schwurgerichtssaal, sondern in kleinen Saal  306 statt ...
  • Keine Medienvertreter und lediglich fünf Zuhörer, darunter zwei junge Damen - mutmaßlich Rechtspraktikantinnen -, die nach kurzer Verweildauer den Saal verliessen.
  • Eine der beiden Schöffinnen, die unbekümmert Kaugummi Kauende monierte laut, dass der Angeklagte sie anstarre - dazu haben sich weder Richter noch Gutachter geäußert.
  • Der laut eidlich erstatteten Gutachten sowohl zurechnungsfähige (!) wie auch unzurechnungsfähige (!) Untergebrachte Mag. Herwig Baumgartner benahm sich mustergültig.

Ein solches normales Verhalten des gutachtlich auch als überdurchschnittlich intelligent beurteilten, vorgeblich geisteskranken Rechtsbrecher durfte man angesichts der als wissenschaftlich sensationell zu bezeichnenden Ausführungen des ständig gerichtlich beeidigten Sachverständigen Dr. Jünger beim ersten Verhandlungtag am 27.Juli 2018 auch erwarten:

Zu einer Frage des Senatsvorsitzenden Dr. Bauer wußte der unter Eid stehende Sachverständige Dr. Jünger darzulegen:

Der angeklagte Untergebrachte Mag. Herwig Baumgartner verhalte sich aufgrund seiner Intelligenz bei dieser Verhandlung völlig normal und entsprechend der Strafprozessordnung !!!!!

Niemand im Saal, weder der Senatsvorsitzende und die beiden Schöffinnen, noch der Angeklagte und seine Verfahrensherlferin haben zu dieser als sensationell zu beurteilenden "Erkenntnis" eine Frage zu stellen gewußt !!!!

Die unfassbare, von niemand hinterfragte Behauptung des unter Eid stehenden Gutachter Dr. Jünger, der Untergebrachte Mag. Baumgartner könne seine gutachtlich festgestellte Geisteskrankheit (!)  intellektuell steuern (!!!)  metaphorisch ausgeführt: 

In einem Prozess wegen Zuerkennung einer Invalidenrente wird seitens der beklagten Sozialversicherung vorgebracht, dass die klagsgegenständlichen Krankheiten von der Klägerin  wissentlich und willentlich gesteuert werde und ihr Brust- und Unterleibskrebs könne, wenn sie nur wolle ...

Dass die Pharmaindustrie um ihre Milliarden-Gewinne besorgt sein müsse, wenn entsprechend der unter Eid abgegebenen Erkenntnisse des Dr. Jünger zwar nicht alle, aber die intelligenten Kranken nur wollen würden ...

Zum erstaunlichen "Faktum", dass bei Mag. Baumgartner gutachtlich festgestellt wurde, er sei unzurechnungsfähig und zurechnungsfähig, wurden hier bereits >Anmerkungen gemacht.