Strafverfahren gegen grüne Ex-Abgeordnete Sigi Maurer - ein Justiz- und Politikskandal der Sonderklasse ?

 

Haben Sie Paranoia, Frau Maurer ? 

Diese Frage an ihre Mandantin Sigi Maurer zu stellen, sah sich >Advokatin Maria Windhager veranlasst aufgrund  - teilweise bizarren - Ausführungen der wegen übler Nachrede und Kreditschädigung (es gilt natürlich die Unschuldsvermutung) angeklagten >Sigi Maurer,  der Ex-Abgeordneten der nach dem Wahldebakel 2017 nicht mehr im Parlament vertreteten Partei > Die Grünen          

                                          

Die Angeklagte Sigi Maurer (links) mit ihrer Anwältin Maria Windhager

Anlass für die "Paranoia-Frage" waren Darlegungen der - >Pressemeldungen zufolge klagefreudigen - Angeklagten Sigi Maurer bei der Verhandlung am 4. September 2018 (>Verhandlungsprotokoll) zum verfahrensgegenständlichen Vorwurf, in Kenntnis der Rechtswidrigkeit ihres Vorgehens, den Betreiber eines kleinen Bier-Spezialladen in 1080 Wien durch > Einträge auf ihrer Website öffentlich an den Pranger gestellt zu haben.

Wiederholungstäterin ???

Die Angeklagte Sigi Maurer genoß die Medienpräsenz und gab vor und nach Verhandlung mit sichtlich großem Vergnügen Interviews ..

Wenige Minuten nachdem sie wegen ihrer Behauptung, der Wirt Albert L. hätte ihr "belästigende, Frauen verachtende Mails" geschrieben (nicht rechtskräftig) verurteilt worden war, wiederholte sie in Gegenwart ihrer Anwältin den zahlreichen Medienvertreter gegenüber diese ihre als strafrechtlich relevant beurteilte Behauptung ...

Der völlig unschuldig im Verdacht eines Aufdecker-Journalismus geratene Florian Klenk "kniet" vor dem Duo Maurer-Windhager. Den beiden Berufsfotografen links und rechts dürfte ihren Blicken nach die "Huldigungs-Pose" ihres "Kollegen" etwas eigenartig erscheinen

 


 

Vom Opfer zum Täter gemacht ....

Der Betreiber des >"Craftbeer-Shop" Albert L. ( im Foto links mit seinem Anwalt Reichenbach) hätte - wie die Angeklagte aufgrund eines absonderlichen Gedankenkonstruktes zu glauben meinte -  ihr per Internet "belästigende, Frauen verachtende Nachrichten" übermittelt, die sie, die Ex-Abgeordnete, die einst ua. durch ihr > "Stinke-Finger-Bild"  für Aufregung gesorgt, öffentlich auf ihren >Facebook-Account zu erwidern wußte und ua ausführte:

"Jetzt scheint mir das Geschäft von Herrn Lastufka generell nicht von großem Erfolg gekrönt zu sein, aber ich dachte mir in einer Stadt voller Hipster schadet es ja nicht darüber zu informieren, bei welchem frauenverachtenden  Arschloch man potenziell sein (craft) Bier kauft" ...


 

Anwalt ersucht - Richter lehnt ab - Anwalt deckt auf

In der gegenständlichen Strafverfahren gegen Sigi Maurer wurde der klagende Wirt Albert L. zunächst von Rechtsanwalt Adrian Hollaender vertreten, der den mit dieser Strafsache befassten Richter Stefan Apostol um Verlegung der für 4. September 2018 anberaumten Verhandlung ersuchte.

Richter Apostol - vormals unerbittlicher Staatsanwalt bei bestimmten Delikten - lehnte das Vertagungsersuchen ab und Rechtsanwalt Andreas Reichenbach musste die Vertretung von Albert L. übernehmen.


 

In einer Replik zu Rechtsfertigungsversuchen der Angeklagtenvertreterin Maria Windhager bezüglich dem Vorgehen ihrer Mandantin Sigi war vom RA Adrian Hollaender auf einen Umstand verwiesen worden, der sicherlich nicht als alles erklärende Antwort auf die Paranoia-Frage  bzw. den behaupteten unentwegten sexuellen Angeboten und Belästigungen anzusehen ist.

Auf >ihrer Website, führt Anwalt Hollaender aus, hätte sich die offenbar ständig sexuell belästigt erachtende Sigi Maurer (auch) über zahlreiche Vorgänge in den Zügen der ÖBB  zu berichten gewußt ( Wienpost-Admin: mit einer Wortwahl, die üblicherweise nur in untersten Gesellschaftschichten verwendet wird) :

"Der Typ, der mich 3 Stunden lang anstarrt und mir nach jedem Sitzplatzwechsel nachkommt, obwohl ich sage, ich möchte das nicht, ich möchte allein sitzen.

Der Typ, der sich neben mir einen runter holt während ich schlafe.

Die betrunkenen Bundesheer-Abrüstler, die meinen es ist lustig wenn sie mich “Schatzi” nennen und mir – in der Ungehemmtheit der Gruppe – erklären, wer gerne mit mir “pudern” möchte.

Die Festival-Besucher, die mich erkennen und mich trotz wiederholter Aufforderung mich in Ruhe zu lassen nicht von mir abrücken.

Oder der Schaffner selbst, der zum 5. mal in mein Abteil kommt um mir zu sagen, was für ein fesches junges Mäderl ich nicht bin.

Je länger ich darüber nachdenke, was mir alles im Zug schon passiert ist, umso mehr fällt mir ein. Es ist schlimm, aber es ist auch gleichzeitig erschreckend normal, nichts ungewohntes."


 

Sigi Maurer und die ÖBB

In der Zeit, in der Sigi Maurer gar viel Böses in den ÖBB-Zügen widerfahren sein soll, war verantwortlicher Vorstandsvorsitzender der ÖBB-Holding-AG der Sozialdemokrat (Ex-Bundeskanzler) Christian Kern, von dem doch angenommen werden kann, dass er - auch dem Parteiprogramm entsprechend - den Frauen (Genossinen) gegenüber wohlgesinnt.

Jedoch wurde nicht bekannt, ob sich die seit Jahren ständig sexuell bedrängt erachtende Sigi Maurer beim sozialistischen Vorstandsvorsitzenden der ÖBB Holding AG über das ihr in den ÖBB-Zügen doch unentwegt (verbal) zugefügte Ungemach beschwert hätte.

Ob allenfalls aufgrund dieser Sigi-Maurer-Beschwerden vom ÖBB-Chef  Christian Kern angeordnet wurde, dass die ÖBB Holding AG den Schaffnern untersagt hätte den weiblichen Fahrgästen unentwegt zu beteuern, was sie nicht für liebe Mädels wären.

Oder die männlichen Fahrgäste darauf hingewiesen wurden, dass es in den ÖBB-Zügen nicht statthaft sei, neben einer schlafenden ÖBB-Kundin - wie es Sigi Maurer passiert sein soll - zu mastubieren. 

Bislang wurde nicht publik, ob Ex-Kanzler Kern im gegenständlichen Prozess oder jener Zeuge, der den Vorfall "Masturbation neben der schlafenden Sigi Maurer" beobachtet haben muss (Sigi schlief ja) als Zeuge beantragt wurden.

Bemerkenswert, dass der gegenüber der Täterin ungemein nachsichtige und gegenüber dem Opfer ungemein hart ( "ich könnte sie sofort verhaften lassen") vorgehende Richter Stefan Apostol die in der Replik des Anwaltes Hollaender ausgeführte ÖBB-Geschichte nicht einmal andeutungsweise erwähnte ...


 

Die (nicht rechtskräftig) ungemein milde verurteilte Sigi Maurer, ihre Rechtsfreundin Maria Windhager und Richter Stefan Apostol verlassen gemeinsam den Schauplatz der judiziellen Gschehnisse.

Den zahlreichen Medienvertretern wußten Sigi Mauer und ihre Rechtsfreundin ua. darzulegen, wie das mit dem klagenden Wirt, dem "Arschloch", eigentlich zu sehen sei ...

  

 

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