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Quelle: APA

Vatikan: Dokumente aus dem Zweiten Weltkrieg kostenlos im Internet - Archivbestände aus den Jahren 1939-45 sollen positive Bewertung von Pius XII. unterstützen

Vatikanstadt (APA) - Der Vatikan will Archivdokumente aus dem Zweiten Weltkrieg kostenlos im Internet zur Einsicht zur Verfügung stellen. Laut Kathpress sollen 5.125 Dokumente vom März 1939 bis Mai 1945 digitalisiert werden. Damit reagiert der Vatikan auf eine Anregung der amerikanischen Stiftung "Pave the Way" (PTWF), die sich für eine positive Bewertung des Pontifikats von Papst Pius XII. (1939-58) während des Zweiten Weltkriegs einsetzt. "Pave the Way" hat bereits eine Dokumentation herausgegeben, die belegen soll, dass Pius XII. aktiv wurde, um verfolgte Juden zu retten und ihnen in katholischen Einrichtungen Schutz zu bieten.

Der Jüdische Weltkongress (WJC) hatte die Entscheidung von Papst Benedikt XVI. kritisiert, Pius XII. den "heroischen Tugendgrad" zuzuerkennen und damit den Weg für die Seligsprechung (Beatifikation) zu ebnen. Der Vatikan hatte Pius XII. anlässlich von dessen 50. Todestag im Vorjahr energisch gegen den Vorwurf des "Schweigens" zum Holocaust verteidigt. Eugenio Pacelli habe vielmehr "ungewöhnliche Schritte unternommen, um das Leben von Juden zu schützen", hatte Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone betont. Im Jerusalemer Yad-Vashem-Museum, wo die Namen von 3,3 Millionen Juden dokumentiert sind, die auf Anordnung der nazideutschen Machthaber ermordet wurden, ist auf einer Tafel festgehalten: "Selbst als Berichte über den Mord an Juden den Vatikan erreichten, hat der Papst weder mündlich noch schriftlich dagegen protestiert (...) Selbst als Juden aus Rom nach Auschwitz deportiert wurden, hat er nicht eingegriffen." Der Vatikan nimmt an dieser Darstellung Anstoß und vertritt den Standpunkt, mit seinem "besonnenen Verhalten" habe der Papst zahlreiche Juden und Flüchtlinge retten können.

Den ersten Diskussionsanstoß zur Rolle von Pius XII. hatte in Deutschland der Autor Rolf Hochhuth 1963 mit seinem umstrittenen Stück "Der Stellvertreter" gegeben. Darin wurde dem Papst fehlender Widerstand gegen Hitler vorgeworfen.


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