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Skandalland Österreich . . . (k)ein Schurkenstaat ?

 

Kurier, 17.10. 1998   Johannes Wolf
 
 
Mehr als 50 Geschädigte in der Immobilien-Affäre
Notarsubstitut stellte sich und belastet Ex-Chef
 
Es sei normal und in der Branche üblich, daß die auf Treuhandkonten überwiesenen Kaufbeträge für Wohnungen sofort ausgezahlt würden. Das gab der ehemalige Notariatssubstitut Dr. Rudolf Mayer bei seiner Einvernahme bei der Wiener Wirtschaftspolizei zu Protokoll. Mayer, der seit Wochen im Zusammenhang mit einer Ende Juni aufgeflogenen Immobilien-Affäre per Haftbefehl gesucht worden war, hat sich, wie berichtet, diese Woche freiwillig gestellt.
Gegen Mayer und den Ex-Anwalt Mag.Andreas Dienstl wird wegen des Versachts der Untreue ermittelt. Die Juristen waren für ein dubioses Geflecht an Immobilienfirmen (Sagro, Esta, Imo, Avraham etc) bei zahlreichen Wohnungsverkäufen – vorwiegend an Ausländer – als Treuhänder tätig. In vielen Fällen wurden die von Bausparkassen den Käufern gewährten, auf die Treuhandkonten überwiesenen Darlehen noch am selben Tag von den Firmenchefs behoben.Doch viele der Käufer sind bis heute nicht im Grundbuch eingetragen, teilweise sind die Objekte nicht lastenfrei gestellt oder Kunden mußten aus „Finanzierungsgründen“ zwei Wohnungen kaufen.
Ex-Anwalt Mag.Andreas Dienstl – mittlerweile ebenso wie der belastete Firmenmanager Ariel Papa aus der U-Haft entlassen – zum KURIER: „Ich versuche nach wie vor, alle Geschäfte so weit möglich zu sanieren.“ Dabei sei man auch auf die Mithilfe der Banken (deren Rolle in der Affäre nicht unumstritten ist) angewiesen: Kommende Woche ist ein neuerlicher Gesprächstermin bei einem hauptinvolvierten Institut angesetzt. Allein an Dienstl wurden Darlehen von rund 130 Millionen S überwiesen. Das Vermögen ist mit dem – von allen Beteiligten als Drahtzieher bezeichneten – Firmenchef Ernest Strulovics verschwunden. Strulovics soll sich in Israel aufhalten.
Der verhaftete Substitut Mayer belastet auch seinen ehemaligen Chef: Er habe von allem gewußt. Mayer hat durch Verteidiger Eichenseder einen Enthaftungsantrag gestellt.
Bei der Wirtschaftspolizei sind bisher mehr als 50 Geschädigte registriert.


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