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Kurier, 08.07. 1998 , Bericht von Johannes Wolf 

Immobilien-Affäre: Anwalt
und Manager bleiben in U-Haft
Ermittlungen gegen einen involvierten und jetzt fristlos entlassenen Notariatssubstitut
Die vor zwei Wochen im Zusammenhang mit der nun aufgedeckten Immobilien-Affäre verhängte U-Haft über einen als Treuhänder auftretenden Rechtsanwalt sowie einen Manager aus dem dubiosen Geflecht an involvierten Immobilienfirmen bleibt weiterhin aufrecht. Entsprechenden Enthaftungsanträgen wurde am Dienstag im Wiener Landesgericht nicht stattgegeben.
„Er ist geständig. Persönlich bereichert hat er sich sicher nicht, er ist benützt worden“, berichtete Peter Paul Wolf, Verteidiger des in Haft bleibenden Juristen. Der Rechtsanwalt Mag. Andreas Dienstl sowie der unter Betrugsverdacht stehende Firmenmanager Ariel Papa weisen die eigentliche Verantwortung für die fragwürdigen Wohnungsverkäufe an Ausländer weiterhin jenem untergetauchten, im „Hintergrund stehenden“ Ernest Strulovics zu. Wolf: „Mein Klient hat diesen noch am Tag vor seiner Verhaftung bedrängt, die Verkäufe endlich richtig zu Ende zu bringen.“
Die Ermittler der Wirtschaftspolizei sehen Papa als "rechte Hand der Geschäftsleitung".
Zugeknöpft gibt man sich über die Rolle jenes Notariatssubstituts Dr. Rudolf Mayer, der auf vielen der Kaufverträge Unterschriften beglaubigt hat: „Er wird einvernommen.“
„Aufgrund der Verhaftung des Anwalts sowie einer sofort eingeleiteten internen Revision haben wir uns dieser Tage getrennt“, sagte der betroffene Notar, der an selber Adresse residiert wie die in die Affäre involvierten Firmen Sagro und Avraham Immobilien Ges.m.b.H.
„Der Substitut dürfte – ohne Wissen des Notars – Treuhandverpflichtungen gegenüber dem Anwalt eingegangen sein“, erklärte der Rechtsvertreter des Notars, Manfred Ainedter. Doch damit eingegangene Verpflichtungen, wie etwa für die Pfandfreilassung bei den von den Immobilienfirmen veräußerten Wohnungen zu sorgen (lastenfreie Übergabe wird in Kaufverträgen zugesichert), hat der Substitut vielfach nicht erfüllt – oder konnte sie nicht erfüllen.
Erschwerend sei, so Ainedter, daß in einigen der angelegten Notariats-Akten die Treuhanderklärungen fehlen. Diese „Unregelmäßigkeiten“ seien Grund für die sofortige Entlassung des Substituten gewesen.
 

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